Antwort 1:

Radikale Feministinnen konzentrieren sich auf das Geschlecht als Ausgangspunkt für die Analyse, und marxistische Feministinnen konzentrieren sich auf die Klasse. Radikale Feministinnen sind besorgt über das Recht der Männer auf Zugang zu Frauen und die damit oft einhergehende Gewalt. Der radikale Feminismus bietet eine politische, psychologische und soziale (oder materielle) Darstellung der Unterdrückung von Frauen - dies ähnelt dem Marxismus, konzentriert sich jedoch hauptsächlich auf das Geschlecht. Radikale Feministinnen wollen der Unterdrückung von Frauen auf den Grund gehen und untersuchen dazu die Erfahrungen von Frauen.

Marxistische Feministinnen konzentrieren sich auf die Arbeitsteilung innerhalb des Kapitalismus und sind Verfechter der Arbeiterklasse. Für Marxistinnen (nicht unbedingt marxistische Feministinnen) ist die gute Gesellschaft die klassenlose Gesellschaft. Auf diese Weise sind liberaler und radikaler Feminismus Formen des falschen Bewusstseins, weil Frauen aller Klassen keine gemeinsame Situation haben. Indem sie die Klassenunterschiede verschleiern, unterstützen sie die herrschende Klasse.


Antwort 2:

Radikale und marxistische feministische Theorien sind Teil des Feminismus der zweiten Welle, der in den 1970er Jahren begann und bis Mitte der 1990er Jahre andauerte. Obwohl diese beiden zentralen Theorien heute viel weniger einflussreich sind, haben sie beide dazu beigetragen, den Feminismus der dritten Welle zu informieren.

Radikaler Feminismus: Betont das Konzept und den Zustand des Patriarchats als universelle und organisierte Unterdrückung von Frauen; hebt die sexuelle Gewalt von Männern gegen Frauen hervor; Vergewaltigung, häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung, auch die sexualisierte Objektivierung von Frauen durch Prostitution und Pornografie. Betrachtet die patriarchalische Kernfamilie als Schlüsselfaktor für die Unterdrückung von Frauen und argumentiert, dass die obligatorische Heterosexualität ein Schauplatz für die Einführung männlicher Dominanz ist. (Siehe Werke von Andrea Dworkin, Catherine MacKinnon, Kate Millett und Mary Daly).

Marxistischer Feminismus: Betonung des kapitalistischen Klassensystems als Ursache der Unterdrückung von Frauen; stark auf Marx, Engels, Gramsci und Althusser zurückgreifen. Argumentiert, dass der Kapitalismus eine sexuelle Arbeitsteilung hervorbringt und aufrechterhält, die die Freiheit der Frauen einschränkt und Frauen auf unbezahlte Hausangestellte reduziert. Betrachtet den Sturz des Kapitalismus als wesentliche Voraussetzung für die Befreiung von Frauen. (siehe Werke von Michelle Barrett, Sheila Rowbottom, Rosemary Hennessy)

Von Whitehead et al., "Gender & Identity" (Oxford Univ Press, 2013, S. 5).

Siehe auch R. Tong 'Feminist Thought', Routledge, 2009.


Antwort 3:

Radikale und marxistische feministische Theorien sind Teil des Feminismus der zweiten Welle, der in den 1970er Jahren begann und bis Mitte der 1990er Jahre andauerte. Obwohl diese beiden zentralen Theorien heute viel weniger einflussreich sind, haben sie beide dazu beigetragen, den Feminismus der dritten Welle zu informieren.

Radikaler Feminismus: Betont das Konzept und den Zustand des Patriarchats als universelle und organisierte Unterdrückung von Frauen; hebt die sexuelle Gewalt von Männern gegen Frauen hervor; Vergewaltigung, häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung, auch die sexualisierte Objektivierung von Frauen durch Prostitution und Pornografie. Betrachtet die patriarchalische Kernfamilie als Schlüsselfaktor für die Unterdrückung von Frauen und argumentiert, dass die obligatorische Heterosexualität ein Schauplatz für die Einführung männlicher Dominanz ist. (Siehe Werke von Andrea Dworkin, Catherine MacKinnon, Kate Millett und Mary Daly).

Marxistischer Feminismus: Betonung des kapitalistischen Klassensystems als Ursache der Unterdrückung von Frauen; stark auf Marx, Engels, Gramsci und Althusser zurückgreifen. Argumentiert, dass der Kapitalismus eine sexuelle Arbeitsteilung hervorbringt und aufrechterhält, die die Freiheit der Frauen einschränkt und Frauen auf unbezahlte Hausangestellte reduziert. Betrachtet den Sturz des Kapitalismus als wesentliche Voraussetzung für die Befreiung von Frauen. (siehe Werke von Michelle Barrett, Sheila Rowbottom, Rosemary Hennessy)

Von Whitehead et al., "Gender & Identity" (Oxford Univ Press, 2013, S. 5).

Siehe auch R. Tong 'Feminist Thought', Routledge, 2009.